Viele Paare finden nach einem Seitensprung wieder zusammen. Zum einen, weil der fremdgegangene Partner das Abenteuer beichtet, zum anderen, weil der betrogene Partner seine Liebe nicht verleugnen kann. Die Wunden, die durch einen solchen Fehltritt gerissen werden sind zwar tief, können die Liebe jedoch nicht zum Schweigen bringen. Allerdings ist es so, dass trotz aller Liebe Misstrauen in der Luft liegt, das niemals richtig beruhigt werden kann. Bei jedem Anruf, dass der Fremdgänger länger arbeiten muss, steigen neuerlich Zweifel auf und irgendwie untersucht man bewusst oder unbewusst die Hemden auf Lippenstiftspuren oder aber die Jacken nach Männerparfüm.
So ein Seitensprung ist eben nicht von heute auf morgen vergessen. Das Abenteuer war prickelnd und das Feuer so heiß, dass man sich um ein Haar die Finger verbrannt hätte. Doch sollte man sich die Frage stellen, ob ein Seitensprung es wert ist, den geliebten Partner so tief zu verletzen. Wie oft liegt der betrügende Partner nachts wach und denkt an den oder die andere? Was fühlt und denkt er, wenn er mit seinem Partner im Bett ist? Denkt er beim Geschlechtsverkehr an die andere? Stöhnt sie im Kopf seinen Namen? Unter Umständen ist es möglich, dass man so einen Ausrutscher überhaupt nicht verwinden kann.
In den Monaten, nachdem man zu seinem Partner zurückgegangen ist, kann das schlechte Gewissen oder die ungestillte Sehnsucht so stark sein, dass man ihn noch im Nachhinein verlässt. Man kann dem Partner einfach nicht in die Augen schauen, ohne sich dabei schlecht zu fühlen. Dabei heißt ein Seitensprung doch nicht, dass man den eigenen Partner nicht mehr liebt. Im Gegenteil. Oft ist es so, dass man etwas vermisst, was man bei einem anderen Partner zu finden hofft. Leider ist diese Suche oft vergebens und der Partner dann umsonst verletzt, weil man das, was man sucht, häufig im eigenen Bett liegen hat.
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